Bei Feed For All gibt es seit einigen Tagen ein >Directory of Namespaces< für RSS.
Dort werden – nach Dienst sortiert – alle Namespace-Erweiterungen von RSS aufgelistet und erklärt.
Eine ‘must see’-Seite für Entwickler.
Vor einigen Tagen hat Niall Kennedy sich in seinem Weblog den Google RSS-Reader einmal genauer angeschaut und geschlussfolgert, dass Google auch für den Reader bald (offenbar bereits im Januar) eine API – also Schnittstelle – anbieten wird. Aufgrund des Artikels kam er mit den Entwicklern des Google Reader ins Gespräch und nun meldet er offiziell, dass Google schon bald eine eigene API für seinen RSS-Reader anbieten wird:
Google plans to offer a feed reader API to allow third-party developers to build new views of feed data on top of Google’s backend. The new APIs will include synchronization, feed-level and item-level tagging, per-item read and unread status, as well as rich media enclosure and
metadata handling…
Dies ist insofern interessant, dass sich über die Schittstelle eigene Desktop-Reader programmieren lassen
würden, die auf die eigenen Daten des Google Reader zugreifen würden.
Oder Intranet-Reader für Firmen, die auf die aufwendige Programmierung eines eigenen RSS-Parser verzichten könnten, da Google – wie Kennedy in seinem Artikel zeigt – abonnierte RSS-Feeds in einem RSS-Format gechached zur Verfügung stellt …
Feedblitz: Weblog als E-Mail-Newsletter Glaubenskrieg im Internet: Was ist der wirkungsvollere Online-Kanal, das hippe Weblog oder der altmodische Newsletter? Eigentlich kann man sich den Streit sparen: Beide entfalten ihre Vorzüge am besten im Kombipack. Mit “Feedblitz” stellt akademie.de einen besonders brauchbaren RSS2Mail-Service vor.
Einen ebenso gearteten Service bietet R|Mail.
Den genauen Gegenweg gehen Services wie das neue MailFeed.org von Martin Dittus. Dessen Service verwandelt E-Mails, die in einem Postfach landen, in einen RSS-Feed.
Der neue kostenlose Service verwendet ein Ruby-Script von Dittus, welches der Autor ebenso für den eigenen Server zum Download bereit stellt.
Eine PHP-Alternative zu diesem Script ist das in die Jahre gekommene ‘MailFeed PHP’, das trotz seines Alters vielleicht einen Blick wert ist.
FeedMagick ist ein Set von PHP-Scripts, die es erlauben ein wenig mit RSS zu “jonglieren”. Die Klasse kann genutzt werden um RSS- und Atom-Feeds zu filtern, konvertieren, …
Der Autor der Klasse, Leslie M. Orchard, beschreibt in seinem Weblog den Gedanken, mit dem er FeedMagick geschrieben hat, diese sollte man lesen, bevor man sich auf die Klasse strürzt, denn vergleichbar mit bspw. MagpieRSS ist sie nicht.
Leslie M. Orchard ist kein Unbekannter in der RSS-Szene. Erst im September erschien sein Buch ‘Hacking RSS and Atom‘.
Die Entwicklergruppe der RSS-Schwester (oder des RSS-Konkurrenten, ganz aus welchem Blickwinkel man es betrachtet) Atom scheint am Ziel: Atom hat es geschafft, die technischen Spezifikation von Atom wurden nun in den Anfragestatus auf dem Weg zum Internetstandard gebracht.
Internetstandards sind vom Internet Architecture Board abgesegnete bzw. entwickelte Regeln, die die Kommunikation im Internet regeln sollen. Diese sind für alle Teilnehmer verbindlich.
Der “Anfragestatus” ist hier allerdings eher irreführend, denn die heute nicht mehr wegzudenkenden Internetprotokolle wie HTTP oder SMTP sind ebenfalls nur als “Protokolle auf Anfragestatus” vorhanden und
eigentlich nicht offiziell als Standard abgenommen.
Sprich: Faktisch ist zwar weder Atom noch das HTTP-Protokoll offiziell ein Standard, mit der Kennzeichnung als “RFC 4287” jedoch ist Atom in keinem schlechten Umfeld und kann durchaus als Standard bezeichnet werden.
Letzlich ist diese Prozedur eigentlich nur für Programmierer interessant, und weniger für die Anwender, denn denen ist recht egal ob etwas ein Internetstandard ist oder nicht – so es funktioniert …
Fabian Mohr beschwert sich im Notebook Online Journalismus:
Warum kann ich die Süddeutsche im Netz nicht nach Rubriken
abonnieren – und entsprechend bezahlen? Ich will mir ein eigenes Paket
schnüren – aus Lokalteil, Meinungsseite und Medien. Und ich will diese
personalisierte Edition als RSS-Feed beziehen, wie alle anderen
Infoquellen auch.
Ich bin gern bereit, ein paar Euro locker zu machen, jeden Monat.
Jochen Wegner greift diese Forderung nach bezahlten RSS-Feeds in seinem Weblog auf und fragt nach Lösungen für derlei Ansprüche.
Und auch Falk Lüke äußert sich im Blogruf der ZEIT, dort aber vor allem Vorbehalte gegen ein solches Angebot.
RSS-Feeds gegen Geld? Sicherlich ein Angebot das bereits in der Verhangenheit mehr als einmal diskutiert wurde, vor allem in der US-Amerikanischen Szene, die uns um einiges voraus ist. Eine “schicke” Lösung für derlei Ansprüche allerdings gibt es derzeit noch nicht. Die Lösung, eine Authentifizierung über das http-Protokoll (via SSL/https und HTTP Authentifikation) – wie es bspw. Google für seinen Mail-Service macht – ist zwar die praktikabelste, nicht aber die sicherste. Und das wird Zeitungsverlagen wie auch Nutzern wohl kaum gefallen, schliesslich will man für ein kostenpflichtiges Angebot sicher stellen, dass jeder nur das bekommt, für das er bezahlt hat. Auf der anderen Seite steht die Frage des Aufwand. Und der wird verhältnismäßig höher sein als die Anzahl derjenigen, die bereit sind derlei Services in Anspruch zu nehmen.